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Unser Schutzkonzept

Schutzkonzept zur Prävention bei sexualisierter Gewalt und anderen Formen der Gewalt im Kirchenkreis Jülich

Das Schutzkonzept zur Prävention von Gewalt und Grenzverletzungen in unserem Kirchenkreis möchte allen Mitarbeitenden im Kirchenkreis, in den Kirchengemeinden, dem Diakonischen Werk, den Referaten und den Dienststellen sowie den angeschlossenen Vereinen ein wichtiges Werkzeug an die Hand geben.

Zum Schutzkonzept (PDF)

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) setzt sich gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für einen wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt ein und wirkt auf Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener hin. 
Die Landessynode der EKiR hat - unabhängig von weitergehenden staatlichen Regelungen - am 15.01.2020 das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt beschlossen. Wir stehen in der besonderen Verantwortung, aktiv dafür zu sorgen, alle Menschen, die Angebote von Kirche und Diakonie nutzen, insbesondere Kinder, Jugendliche, hilfe- und unterstützungsbedürftige Menschen sowie Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen, vor (sexualisierter) Gewalt zu schützen und ihre Würde zu bewahren. Gleiches gilt für alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. 

Unser christliches Menschenbild fordert uns dazu auf, aktiv dafür zu sorgen, alle Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit zu achten und zu schützen. Als einen wichtigen Baustein zur Prävention zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt der uns anvertrauten Menschen wurde im Jahr 2021 von einer multiprofessionellen Arbeitsgruppe das Schutzkonzept des Kirchenkreises Jülich entwickelt und im ersten Halbjahr 2024 überarbeitet. 

Das Schutzkonzept steht unter dem Leitsatz

Wahrnehmen – Handeln – Schützen.
 

Alle haupt- und ehrenamtlich in Kirche und Diakonie Mitarbeitenden, Beschäftige im Rahmen eines Freiwilligendienstes, Praktikant*innen sowie Honorarkräfte werden auf Grundlage dieses Konzeptes von speziell ausgebildeten Multiplikator*innen geschult. 

Die ersten Kapitel bilden die Grundlage zur Beantwortung der zentralen Fragen, wofür und für wen dieses Konzept gedacht ist. Nach einer skizzierten Darstellung verschiedener Formen von Gewalt beleuchten wir die Besonderheit der Beziehungen in Kirche und Diakonie.
Ein zentrales Kapitel beinhaltet das Thema Prävention. Hier gilt es, ab dem ersten Tag der Tätigkeit eine Sensibilität für die Thematik bei den Mitarbeitenden zu entwickeln.

Sollte es doch in einer unserer Einrichtungen zu Auffälligkeiten und schwierigen Situationen kommen, stehen die vom Kreissynodalvorstand berufenen Vertrauenspersonen zur Verfügung. Sie informieren über Verfahrenswege, Hilfemöglichkeiten, stellen Kontaktdaten zur Verfügung und unterstützen bei Bedarf. Mithilfe des erarbeiteten Interventionsplans führt jede Beobachtung auffälligen Verhaltens und jede Mitteilung an die Vertrauensperson Ihrer Wahl zu einer Einschätzung durch das Interventionsteam und ggf. zu einer Maßnahmenplanung. 

Es ist das gemeinsame Konzept des Kirchenkreises Jülich. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse einer ersten Risikoanalyse aus den zugehörigen Einrichtungen, Gemeinden und Dienststellen wurde dieses Konzept von der Arbeitsgruppe Schutzkonzept erarbeitet. Damit haben viele im Kirchenkreis Tätige zur Erstellung des Konzeptes beigetragen. Für die Unterstützung und das Engagement danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.

Vizepräses Christoph Pistorius hat das Anliegen 2019 für die Kirchenleitung so formuliert: "Täter dürfen auf keinen Fall durch ihr Amt in der Kirche vor Strafe und Konsequenzen geschützt werden. Täter dürfen nicht durch die persönliche Bekanntschaft mit Verantwortlichen geschützt werden. Opfer nehmen wir ernst. Betroffenen hören wir zu. Gegen das Wegschauen gehen wir vor. Verharmlosung und Unwissen müssen wir vorbeugen."

Wenn wir die Haltung, dass jede Person durch Achtsamkeit und geschulte Wahrnehmung ihren Beitrag leisten kann, auch in unserem Handeln verinnerlichen, wird der Schutz der Menschen in unserer Kirche großgeschrieben. 
Diesem Auftrag fühlen wir uns verpflichtet.

Jülich, im Juni 2024

Pfarrer Jens Sannig
Superintendent 

 

KONTAKT

Stabsstelle für Prävention und
Interventionsan
gebote bei Missbrauch
Am Evangelischen Friedhof 1
52428 Jülich
Telefon: 02421 97 48 32
Telefax: 02461 97 48 911
praevention.juelich@ekir.de​​​​​​​

VERTRAUENSPERSONEN DES KIRCHENKREISES JÜLICH

Frau Gabriele Borchers
Leiterin des Psychologischen Beratungszentrums der Evangelischen Gemeinde zu Düren
Wilhelm-Wester-Weg 1
52349 Düren
Telefon: 02421 188 142
gabriele.borchers@ekir.de
 

Frau Birgitt Lux
Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Jülich
- derzeit nicht im Dienst -


Herr Malte Greve
Stellvertretender Abteilungsleiter der Finanzabteilung des Verwaltungsamtes des Kirchenkreises Jülich
Am Evangelischen Friedhof 1
52428 Jülich
Telefon: 02461 97 48  28
malte.greve@ekir.de​​​​​​​