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Der Kirchenkreis trauert um eine überaus engagierte Frau.

Nachruf auf Jürin Fritzlar

*03.12.1946 +28.09.2025

 

Gott ist des Armen Schutz, ein Schutz in Zeiten der Not.
Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen;
denn du verlässest nicht, die dich, Gott, suchen.
(Psalm 9,10f)

Der Kirchenkreis Jülich trauert gemeinsam mit ihrer Familie um

Jürin Fritzlar
*03.12.1946 + 28.09.2025

Jürin Fritzlar ist uns in bleibender Erinnerung als aufrechte Christin, eine Menschenfreundin für die, die in Not waren, eine starke Frau, kurz eine besondere Persönlichkeit. Eine Frau, die für sich nie in Anspruch nahm, im Mittelpunkt zu stehen, obwohl ihr genau das zugestanden hätte. 

Jürin Fritzlar war Mitglied im Kreissynodalvorstand, Abgeordnete zur Landessynode, Mitglied im Ausschuss für öffentliche Verantwortung unserer Landeskirche und auch Mitglied der Kammer für öffentliche Verantwortung der EKD.

Sie engagierte sich persönlich besonders in der Flüchtlingsarbeit. Auf allen Ebenen unserer Kirche hat sie maßgeblich Anteil an der heutigen Haltung unserer Kirche zur Arbeit mit Geflüchteten. Insbesondere die Begleitung der kurdischen Flüchtlinge im "Wanderkirchenasyl" Anfang der neunziger Jahre bis zu einer gerichtlichen Entscheidung, dass alle Menschen bleiben durften, hat Jürin beharrlich verfolgt und durch akribische Arbeit errungen. Dafür hat sie für das Wanderkirchenasyl den Aachener Friedenspreis entgegengenommen.  

Im Kreissynodalvorstand und allen Gremien, in denen wir Jürin Fritzlar begegnen durften, haben uns ihre ausgleichende Art und ihre ausgesprochene Klugheit in den zahlreichen Diskussionen sehr geholfen. Ihre Zugewandtheit, ihre bescheidene, unaufgeregte Beharrlichkeit und ihren besondere Klugheit werden wir in unserer Kirche sehr vermissen.

Wir wünschen ihr ein Glas Rotwein und eine Ecke im Himmel, in der sie ihre Fragen des Lebens weiter engagiert besprechen darf. 

In großer Dankbarkeit nehmen wir von ihr Abschied und sind mit unseren Gebeten bei ihrem Ehemann Gerd, ihrer Tochter, ihren beiden Söhnen und deren Familien.

In stillem Gedenken
für den Kirchenkreis Jülich                                                        
Superintendent Pfarrer Jens Sannig