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Mitwelt

Neues Logo – und was es bedeutet
Hermann Poll, inzwischen verstorbener Pfarrer im Ruhestand, lieferte uns eine Vorlage. Melanie Schmerling, Web-Designerin aus Wassenberg entwickelte daraus das neue Logo, das ab heute ständig auf unserer Homepage zu sehen sein wird.
Unter diesem Logo finden Sie in Zukunft Artikel, Berichte und Informationen zu Fragen, die unseren Umgang mit der Mitwelt betreffen. Mitglieder der Mitweltausschusses des Kirchenkreises Jülich und andere sachkundige Mensche werden ihr Wissen auf diesem Wege hilfreich zur Verfügung stellen.
Auch die anderen beiden Aspekte auf dem Logo, Frieden und Gerechtigkeit, werden Beachtung finden. Sie sehen also, dass der konziliare Prozess auch in unserem Kirchenkreis unvermindert weiter geht. (Was der konziliare Prozess ist, lesen Sie am besten bei Wikipedia nach.)
Seien Sie neugierig! Und wenn Sie wichtige Informationen für uns haben, schicken Sie eine Mail an presse@kkrjuelich.de!
Johannes de Kleine

Klimaschutzabgabe - Kirchenkreis setzt Synodalbeschluss um
Mit der Klimaschutzabgabe wird ein Projekt in Tansania und ein Projekt auf den Philippinen unterstützt. Insgesamt € 463,00 für 2009 und 2010 hat der Kirchenkreis an das Nordelbische Zentrum für Weltmission gezahlt, um damit einen Beitrag für die 75 Kleinwasserkraftanlagen auf den Philippinnen bzw. ein Modellbiogaswerk in Tansania zu leisten.
Die Synode des Kirchenkreises hatte 2008 beschlossen, dass für alle Dienstflüge im Auftrag des Kirchenkreises eine Klimaschutzabgabe gezahlt wird und damit in den armen Ländern Klimaschutzprojekte gefördert werden sollten. Die CO 2 Belastung wird je nach Fluglänge berechnet. Gemeindeglieder und Gemeinden, die sich dem anschließen wollen, können gerne ihre Klimaschutzabgabe an den Kirchenkreis überweisen.
Auf der Internetseite www.atmosfair.de gibt es einen Emissionsrechner, mit dem man die Klimaschutzabgabe berechnen kann.

Mitwelt-Infos

von Hans Stenzel
Januar 2011 Tierhaltung
Wir verachten das System der Tierhaltung, darum müssen wir jetzt handeln
In diesen Tagen hören und sehen wir täglich vom Missbrauch an Tier und Mensch durch vergiftetes Futter. Es heißt wir seien selber Schuld, weil wir massenhaft Fleisch zu billigen Preisen wollen. 1980 hat der durchschnittliche Deutsche noch 30 Kilogramm Fleisch und Wurst pro Jahr gegessen. 2009 waren es rund 88 Kilogramm! Würden alle Menschen auf der Welt, demnächst sieben Milliarden, so leben wie wir, bräuchte es allein für die Ernährung mindesten zwei Planeten.
Es stimmt einfach nicht, dass der Mensch von Natur so eingerichtet sei, dass er sich nur mit Fleisch gesund erhalten kann. Mein Freund hat sich schon seit vielen Jahren vom Fleisch verabschiedet und ist bei bester Gesundheit. Heute wird nicht mehr verschwiegen, dass durch übermäßiges Fleischessen Herz- und Kreislaufleiden, die Übertragung von Viren und Giftstoffen, die Gefahr von Osteoporose, Gift, Rheuma, Blutdruck usw sich. beim Menschen einstellen. Einmal in der Woche Fleisch essen, wie früher, aus artgerechter Haltung, ohne Giftfutter. Das hilft der Gesundheit und der Umwelt.
Wir sollten uns erinnern: Ein guter Braten braucht Liebe und viel Zeit. Damit sich der Aufwand lohnt, sollte das Fleisch gut sein. Es darf also auch etwas kosten. Noch vor 30 Jahren ist Fleisch vielerorts nur sonntags auf den Tisch gekommen. So ein Sonntagsbraten war ein Fest für die Augen, die Nase, den Gaumen und ein soziales Ereignis. Denn zum Braten hat sich die ganze Familie um den Mittagstisch versammelt, genossen, geredet und gelacht.
Menschen haben fast immer Fleisch gegessen. Dies soll nicht generell zu Ende sein. Aber wenn wir wirklich nicht wollen, dass die Tiere qualvoll gehalten und dann auch noch qualvoll geschlachtet werden, dürfen wir die Augen nicht verschließen und die Ohren nicht verstopfen. Dann müssen wir den Weg der Versöhnung mit den Tieren gehen, die Haltung tiergerecht betreiben und die Tiere mit gesundem Futter ernähren. Dann kann es doch nicht sein, dass Masttierhaltungen vor der Haustür in unseren Gemeinden neu gebaut werden. Es gilt wieder eine Zivilisation aufzubauen und dabei auf Einrichtungen für Tiere zu verzichten, die nachweislich Tier und Mensch schaden!

Das Wind- Wasser- Sonne- Kraftwerk
Es liegt am Fuße des Harzes, am Duiberg und heißt Dardesheim. Es gibt hier 33 Windanlagen. Diese liefern heute bereits das 4o fache an Energie, was die 930 Einwohner für Kühlschränke, Lampen und Computer benötigen. Es gibt zudem zehn Photovoltaik- Anlagen. Sie liefern rechnerisch auch schon ein Drittel des lokalen Verbrauchs. Bald wird ein „ regeneratives Kraftwerk“ gebaut, welches die ganze Region mit ihren 250 000 Einwohnern vollständig aus erneuerbaren Energien beliefern wird, denn wenn man die verschiedenen sauberen Energiequellen zusammen schaltet, dann sind Versorgungslücken ohne Schwierigkeiten zu schließen. Dies muss uns ermutigen, noch mehr neue Naturstromanlagen aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse zu bauen und ebenfalls die fehlenden Stromnetze ergänzen( Es werden im Jahr mehr als 10 Milliarden Euro von den Stromverbrauchern eingenommen, aber nur 2 Milliarden- jährlich investiert!). Nur dieser Weg führt zu CO2-Minderung in Millionen Tonnen.

Ökostrom in mehr als einer Million Haushalte
Mehr als eine Million deutsche Haushalte haben in 2007 Ökostrom bezogen. Im Vergleich zu 2006 bedeutet das ein Plus von 46 Prozent, wie eine vom Ökostromanbieter Greenpeace – Energy und von „ Energie& Manegment“ veröffentliche Umfrage ergab.
Und wie sieht es in unseren Kirchengemeinden aus?
Wir haben von 2002 bis 2009 737.ooo KWh an Naturstrom erzeugt! Dies ergab eine Einsparung von ca. 470 Tonnen CO2!
Fragen Sie in Ihrer Kirchengemeinde nach, wie Sie zu Öko- Strom kommen, dabei auch keine Grundgebühr mehr zahlen müssen und obendrauf noch einen Bonus von 50 Euro bekommen. Wir –der Kirchenkreis Jülich- sind jetzt Mitglied bei „Naturstrom“ Sie können es morgen auch werden. Jetzt handeln lohnt sich!
BGH zeigt EON und RWE ihre Grenzen auf
Der Bundesgerichtshof(BGH) hat der Macht der Energiekonzerne EON und RWE auf dem deutschen Strommarkt Einhalt geboten. Nach einer ergangenen Grundsatzentscheidung kann EON und vermutlich auch RWE künftig keine weiteren Beteiligungen an Stadtwerken kaufen, damit auch den eigenen Stromabsatz zu sichern.
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Naturstrom-Rahmenvertrag
Der Kirchenkreis Jülich hat für die angeschlossenen Gemeinden und Einrichtungen und für interessierte Privatkunden ab 2010 einen neuen Naturstrom-Rahmenvertrag abgeschlossen.
>> zum Antrag für Privatkunden
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